Den Titel verdanke ich der lieben Susanne Scholz – sie hat erfasst, worum es mir geht: ich werde hier meine Erinnerungen an die „Affenkinder“ aufschreiben, die Erkenntnisse, die ich gewonnen habe und, weil ich das Lehren offenbar nicht lassen kann – Tipps und Anleitungen geben (aka: ungefragte Ratschläge einer besserwisserischen alten Kuh) und das österreichische Schulsystem ein ganz klein wenig beleuchten (sarc off).

Ach ja, ihr da draußen kennt mich ja noch nicht so gut. Also sollte ich erklären, warum meine Schüler_innen „Affenkinder“ gerufen werden.
Es begab sich in der Fachschule für wirtschaftliche Berufe, dass die Kids wieder mal einen Blödsinn gemacht hatten – und ich jetzt, nach dem Beruhigen der Administration, der Direktion und ein, zwei furchtbar angepissten Kolleg_innen, den Kröten einen Vortrag halten musste. Zum Benehmen, zur Arbeitshaltung und überhaupt.
„Affenkinder“, sprach ich also und blickte (hoffentlich) drohend in die Runde. „Affenkinder, wie ist euch?????“
Nach einer Minute Schweigen und (aha! Sehr gut!) bedrückten Blicken in Richtung dreckiger Fußboden meldete sich O. : „Affenmama, wissen Sie, manchmal kann man nicht anders!“